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Cool bleiben, dann wird alles gut!

Fotos: © Nieves Simon/Mediaplanet

Während die beiden Kinder Noah (3) und Theo (7) durch den Garten toben, geben PULS 4-Moderator Florian Danner und seine Frau Christina Einblicke in ihr Familienleben und strahlen dabei eine Gelassenheit aus, wie es oft nur Eltern können, die Herausforderung sowohl als Paar als auch Familie meistern.

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Florian Danner (Moderator bei PULS4), Christina Danner (arbeitet in einer PR-Agentur und schreibt den Blog „Die Danners“)

Florian, deine Arbeitszeiten als Moderator bei „Café Puls“ auf PULS 4 sind eher ungewöhnlich. Wie teilst du deinen Tag als Papa von zwei Kindern ein?

Florian: Da ich sehr zeitig starte, endet auch mein Tag sehr viel früher. Dadurch kann ich am Nachhauseweg die Kinder vom Kindergarten und der Schule mitnehmen und viel Zeit mit ihnen verbringen, gerade im Sommer waren wir viel im Freibad oder an der frischen Luft unterwegs.

Wie sieht euer typischer Tagesablauf aus?

Christina: Ich bringe die Kinder nach dem Frühstück in die Schule und Kindergarten und fahre weiter in die Arbeit nach Wien. Beide Kinder sind im Ort untergebracht, wodurch die Wege auch sehr kurz sind. Als gemeinsames, tägliches Ritual ist uns das gemeinsame Abendessen sehr wichtig. Um 20 Uhr abends bringe ich dann alle drei wieder zu Bett (alle lachen).

Plant ihr für eure Kinder viel in der Freizeit?  

Christina: Wir achten auf Beschäftigung, aber es darf den Kindern auch mal fad sein, denn meistens kommen sie auch so auf gute Ideen. Wir wohnen auch in einer Umgebung, wo die Nachbarskinder im gleichen Alter sind. Außerdem sind wir durch das Skispringen – dem Hobby von Theo (7) – ziemlich viel „on the road“.

Wie hat er dieses Hobby entdeckt?

Florian: Wir beide sind zwar ganz große Winterliebhaber, aber vom Skispringen sind wir beide meilenweit entfernt.

Christina: Theo ist schon als kleines Kind immer gerne von überall heruntergesprungen. Als ich mit unserem jüngsten Sohn Noah (3) schwanger war, haben mir meine Freundinnen den Babybauch bemalt und Theo wünschte sich schon damals einen Skispringer als Motiv.

Florian: Wir haben recherchiert und tatsächlich in Wien einen Verein, die Wiener Stadtadler, gefunden, wo man Skispringen lernen kann. Das Hobby hält uns als Familie ziemlich auf Trab, aber schauen wir, wie es sich entwickelt und sehen es entspannt.

Wie findet ihr eure gemeinsame Zeit als Paar?   

Christina: Das ist schon „tricky“ mit den Dienstzeiten von Flo, weil du als Paar nicht so viel Zeit miteinander verbringen kannst. Am Wochenende frühstücken wir sehr lange zusammen, während die Kinder spielen. Die gemeinsame Zeit muss man sich aber wirklich bewusst nehmen. Vor kurzem haben wir einen Date-Tag eingeführt, wo wir einmal im Monat etwas als Paar unternehmen.

Ist das Familienleben, so wie ihr es euch vorgestellt habt?

Florian: Ein klares NEIN (lacht herzlich), aber auch im positiven Sinne. Man stellt sich vor, dass wenn das Baby lächelt, alles wieder gut wird, aber wenn man mehrere Tage am Stück nicht oder nur kaum schläft, verzweifelt man kurz.

Christina: Es empfindet aber auch jeder anders. Vieles was wir erlebt haben, hätten wir uns gar nicht vorstellen können. Theo hat drei Jahre kaum geschlafen, es war eine Belastung für uns alle, aber man wächst wirklich mit seinen Aufgaben in ungeahnte Höhen.

Wer schreibt den gemeinsamen Blog die www.diedanners.com?

Christina: Der Blog ist zufällig entstanden, als wir mit Kind und Kegel für ein paar Monate nach New York City gezogen sind. Mit dem Blog möchte ich auch das Familienleben abbilden, wo nicht alles perfekt ist. Jeder redet über seine Kinder, als wären sie Superstars – was auch in Ordnung ist – aber ich finde es sehr wichtig, dass man auch über die schwierigen Seiten spricht, was ja nicht heißt, dass man sein Kind nicht liebt. Ich glaube, durch die geschönten Geschichten, die wir uns erzählen, werden auch postnatale Depressionen unterstützt, da sich viele alleine gelassen fühlen.

Wie hat euch der Aufenthalt in NYC als Familie geprägt?

Florian: Das war schon ein einzigartiges Abenteuer. Es hat sich für mich diese tolle, berufliche Möglichkeit ergeben, wo wir als Familie gesagt haben „Super, das machen wir gemeinsam“.

Christina: Das werden wir nie vergessen. Noah war noch ein Baby und so etwas zu managen, war schon eine gewaltige Herausforderung. Wir kannten NYC zu zweit als laut, schnell, aber als Familie haben wir ganz neue Seiten an dieser Stadt entdeckt.

Florian: Dass man überhaupt mit Kind dorthin kann, wussten wir gar nicht (beide lachen). Man lernt NYC neu als Familie kennen.

Christina: Wir hatten auch Unterstützung von meiner Mutter, die mitgekommen ist und uns sehr geholfen hat. Die Kinder und die Oma sind als „Best Buddies“ zusammengewachsen.

Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu, wie sehen die Vorbereitungen auf den Schulalltag aus?

Florian: Wir versuchen, die letzte Woche vor dem Schulstart noch einmal ‚schulbefreit‘ die Tage zu verbringen.

Was würdet ihr gerne den LeserInnen noch mit auf den Weg geben?

Florian: Sich nicht durch Ratschläge von anderen verwirren lassen, denn Eltern raten oft ungefragt anderen Eltern. Ein ‚Ratschlag‘ kann auch ein Schlag sein. Wenn ich auf Sendung erzähle, wie wir etwas in der Familie machen, bekommen wir immer sehr viele Reaktionen, dass wir es doch bitte anders lösen sollten. Wenn ich einen Rat geben würde, dann sage ich „cool bleiben, dann wird alles gut!“


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