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Diese 4 Kinderkrankheiten sollen alle Eltern kennen

Portrait of sick little boy aged 8 lying in bed.
Portrait of sick little boy aged 8 lying in bed.
iStock/Imgorthand

Mit dem Kindergarten- oder Schulbeginn startet die Hochsaison für zahlreiche Infekte. Kinderarzt DDr. Peter Voitl spricht über die Ursachen der wichtigsten Kinderkrankheiten und Maßnahmen für ein rasches Genesen.

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Prim. MedR. Ass.-Prof DDr. Peter Voitl, MBA

Kinderarzt / Foto: ZVG

Halsentzündung

Eine der häufigsten Ursachen für den Besuch beim Kinderarzt ist eine Entzündung im Rachen. Diese wird meist durch Viren verursacht, es gibt aber auch bakterielle Infektionen. Als Risikofaktor gilt auch die Mundatmung, beispielsweise bei einer Vergrößerung der Polypen. Typische Beschwerden sind Fieber, Halsschmerzen, ein Fremdkörpergefühl oder Husten. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Vor allem können aber reichlich Flüssigkeit, entzündungshemmende Medikamente oder schmerzstillende Rachensprays Abhilfe schaffen. Wenn Bakterien als Ursache vermutet werden, ist auch Antibiotika anzudenken.

Mittelohrentzündung

Die Symptome der Mittelohrentzündung umfassen neben starken Schmerzen allgemeine Symptome wie Fieber, Erbrechen oder Appetitlosigkeit. Bei unkomplizierten Verläufen kommt es häufig zu einer Spontanheilung. Entscheidend ist aber in jedem Fall eine konsequente Schmerztherapie! Die Leitlinie der amerikanischen Fachgesellschaft empfiehlt Antibiotika nur für Säuglinge unter sechs Monaten sowie für kleinere Kinder bis zu zwei Jahren, wenn die Beschwerden heftig sind. Bei älteren Kindern ist es vertretbar, neben einer engmaschigen Kontrolle, zuzuwarten.

Kehlkopfentzündung

Bei einer Laryngitis kommt es zu einer Schwellung der oberen Atemwege. Ursache ist eine Entzündung der Schleimhaut in diesem Bereich durch unterschiedliche Viren. Eine heisere Stimme, bellender Husten und geräuschvolles Einatmen sind typische Symptome. Die Zufuhr von kühler Frischluft sowie die Gabe von Kortison wird in schweren Fällen empfohlen.

Magen-Darm-Infektionen

Das Hauptsymptom der Magen-Darm-Infektionen sind weiche bis flüssige Stühle, die oft von Erbrechen oder Fieber begleitet sein können. Beim Durchfall ist der Anteil des Wassers im Stuhl deutlich erhöht, das dem Körper entzogen wird und zu einem Wasser- und Elektrolytverlust führen kann. Die akute Magen-Darm-Infektion, die durch Bakterien, Viren oder Amöben verursacht wird, beginnt mit Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Erbrechen und teilweise Fieber. Vor allem der Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust muss bei starkem Durchfall ausgeglichen werden; bei Kindern sind Teepausen (Himbeerblättertee) sowie Medikamente zum Aufbau der Darmflora und Elektrolytlösungen sinnvoll.


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