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Familienzeit ist Quality time, oder umgekehrt?

Careless, carefree, dream, dreamy pre-teen concept. High angle above top view photo of brunet bearded dad fool around with four kids near cozy sofa in modern light interior
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iStock/Deagreez

Muss die Eltern-Kinder-Zeit immer mit spektakulären Ausflügen und einzigartigen Erlebnissen gefüllt sein? Eine Frage, die viele Familien beschäftigt.

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Robert Steiner

Moderator und Family Entertainer © Foto: feel image / Matern

Ich mag den Gedanken, dass die Familie rund um den Küchentisch sitzt und bei meiner Show „WOW – Wissen, oder was?“ zu rätseln beginnt. In Shoppingcentern baue und betreibe ich großzügige Kinderländer, damit die Jüngsten eine vergnügliche Zeit verbringen, während die Eltern ihre Einkäufe erledigen. Ich organisiere auch Veranstaltungen – vom Bühnenprogramm über Bewegungs- und Sportstationen bis hin zu den Animationszelten alles, was Familien einen wirklich unterhaltsamen Tag beschert.

Als Family Entertainer habe ich meine Leidenschaft, mit Kindern und Familien zusammenzuarbeiten, zum Beruf gemacht und stehe für Unterhaltung für Groß und Klein. Durch eben diesen Beruf beschäftige ich mich ständig mit Fragen rund um die Qualitätsoptimierung.

Quality time – ganz ohne Erfolgsdruck

Oft hat man diesen Begriff im Zusammenhang mit Familienzeit schon gehört: Quality time! Und im ersten Moment hört sich das auch richtig gut an. Denn wer von uns will nicht die Zeit, die man mit seiner Familie verbringt, von besonderer Qualität wissen? Im nächsten Moment hört es sich aber ungeheuer anstrengend an. Ein gewisser Druck baut sich auf, dass man spezielle Momente mit besonderen Erlebnissen füllen muss. Doch ist das wirklich so?

Warum sollen wir unsere Zeit mit der Familie überhaupt in gute und schlechte Zeit einteilen? Denn das würde ja bedeuten, dass die tägliche gemeinsame Zeit, das ganz normale Alltagschaos, minderwertige Zeit sei.

Sind es in Wirklichkeit aber nicht gerade die simplen Dinge, die uns Spaß machen und die richtig wertvoll sind? Das Kuscheln und Kichern am Morgen nach dem Aufwachen, das gemeinsame Frühstück samt Lachanfall, wenn man mit dem Kakao gurgelt, die Polsterschlacht im Wohnzimmer und vieles mehr?

Fragen wir doch einfach die Kinder!

Wer in guter Kommunikation steht, kann mit Empathie und Feingefühl ganz einfach herausfinden, wer gerade was in der Familie braucht. Sind es gemeinsame Ausflüge und Outdoor-Erlebnisse am Wochenende oder das gemeinsame Spielen, Basteln und Lesen in der Wohnung oder im Garten – Ruhe, die vielleicht allen gut tut.

Denn wie John Lennon schon gesagt hat: „Leben ist das, was geschieht, während du mit dem Planen beschäftigt bist!“


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